Mehr Balance im Workout mit Push und Pull

19 Mai 2026
Von Charissa Limes, Head Trainer bei Basic-Fit
Training
Mehr Balance im Workout mit Push und Pull - photo 1.1

Wenn du schon mal online nach Workout-Tipps gesucht hast, bist du wahrscheinlich auf Begriffe wie Push-Übungen, Pull-Übungen oder sogar Push/Pull-Split gestoßen.

Aber was bedeutet das eigentlich?

Push- und Pull-Übungen sind ganz einfach. Es sind zwei grundlegende Bewegungsmuster, die dein Körper beim Training, aber auch im Alltag nutzt. Bei Push-Übungen drückst du Gewicht von deinem Körper weg. Bei Pull-Übungen ziehst du Gewicht zu deinem Körper hin.

Sobald du den Unterschied verstehst, wird es viel leichter, deine Workouts sinnvoll aufzubauen, deine Muskeln gleichmäßiger zu trainieren und nicht ständig darüber nachzudenken, ob du „alles richtig machst“.

In diesem Blog erfährst du:

  • was Push- und Pull-Übungen sind und welche Muskeln sie trainieren
  • warum beide wichtig sind
  • ob das eine besser ist als das andere
  • und wie du beide in ein einfaches Anfänger-Workout integrierst

Mann macht einen Latzug an einer Fitnessmaschine in einem modernen Basic-Fit Studio.

Was sind Push- und Pull-Übungen?

Push- und Pull-Übungen beschreiben die Richtung der Bewegung.

Push-Übungen

Bei Push-Übungen drückst du Gewicht von deinem Körper weg.

Push-Bewegungen trainieren vor allem:

  • Brust
  • Schultern
  • Trizeps

Beispiele:

  • Chest Press
  • Shoulder Press
  • Liegestütz
  • Trizeps Pushdown

Pull-Übungen

Bei Pull-Übungen ziehst du Gewicht zu deinem Körper hin.

Pull-Bewegungen trainieren vor allem:

  • Rücken
  • Bizeps
  • hintere Schultern

Beispiele:

  • Latzug
  • Seated Row
  • Cable Row
  • Kurzhantel-Rudern
  • Bizeps Curl

Frau trainiert ihre Trizeps an einer Kabelmaschine im Fitnessstudio.

Warum ist es wichtig, sowohl Push- als auch Pull-Übungen zu trainieren?

Dein Körper funktioniert als ein System. Push- und Pull-Muskeln arbeiten zusammen, um Bewegungen auszuführen, deine Gelenke zu stabilisieren und deinen Körper in Balance zu halten.

Wenn du eine Seite deutlich mehr trainierst als die andere, kann dein Training mit der Zeit unausgeglichen werden.

Wenn du zum Beispiel viel Brust trainierst, aber kaum deinen Rücken, können deine Schultern anfangen, nach vorne zu kippen. Vor allem dann, wenn du zusätzlich viel am Schreibtisch sitzt.

Sowohl Push- als auch Pull-Übungen zu trainieren hilft bei:

  • einer besseren Haltung
  • stärkeren Schultern
  • einer ausgeglicheneren Muskelentwicklung
  • mehr Kontrolle bei Übungen
  • langfristigem Kraftaufbau

Sind Push- oder Pull-Übungen besser?

Beide sind gleich wichtig, weil sie unterschiedliche Muskeln trainieren. Push-Übungen stärken Brust, Schultern und Trizeps. Pull-Übungen stärken Rücken, Bizeps und die hinteren Schultern.

Die meisten ausgewogenen Workouts enthalten beides.

Deshalb enthält ein gutes Anfänger-Workout meistens mindestens:

  • eine Push-Bewegung
  • eine Pull-Bewegung

Mann nutzt eine Chest-Fly-Maschine im Fitnessstudio, während andere Mitglieder im Hintergrund trainieren.

Sollte man mehr Pull- als Push-Übungen machen?

Vielleicht hast du schon gehört, dass man mehr Pull- als Push-Übungen machen sollte.

Dafür gibt es tatsächlich einen Grund.

Viele Menschen sitzen viel, fahren Auto oder schauen ständig auf ihr Handy. Mit der Zeit kann das zu einer nach vorne geneigten Haltung führen. Pull-Übungen helfen dabei, Rücken und hintere Schultern zu stärken, was mehr Balance in dein Training bringen kann.

Aber als Anfänger musst du es nicht komplizierter machen als nötig. Ein guter Startpunkt ist:

Für jede Push-Übung solltest du mindestens eine Pull-Übung einbauen.

Zum Beispiel:

  • Chest Press + Seated Row
  • Shoulder Press + Latzug
  • Liegestütz + Cable Row

Frau in gelber Sportkleidung macht eine Schulterpresse mit Kurzhanteln im Fitnessstudio.

So integrierst du Push- und Pull-Übungen in dein Workout

Du brauchst keinen komplizierten Trainingsplan, um Push- und Pull-Übungen einzubauen.

Am einfachsten ist es, beide Bewegungsmuster im selben Workout zu kombinieren. Wenn du etwas mehr Anleitung möchtest, können geführte Video-Workouts dir helfen, verschiedene Push- und Pull-Bewegungen in deinem eigenen Tempo kennenzulernen.

Einfache Struktur für Anfänger

Starte mit:

  • einer Push-Übung
  • einer Pull-Übung

Zum Beispiel:

  • Chest Press
  • Latzug

Damit wird dein Workout direkt ausgeglichener. In der Basic-Fit App findest du außerdem anfängerfreundliche Workouts, die Push- und Pull-Übungen bereits in einer einfachen Struktur kombinieren.

Wenn du mehr hinzufügen möchtest, wähle eine weitere Push- oder Pull-Übung aus einem anderen Bewegungswinkel.

Zum Beispiel:

  • Chest Press = nach vorne drücken
  • Shoulder Press = nach oben drücken
  • Latzug = von oben ziehen
  • Seated Row = zum Körper ziehen

Beispiel für ein Anfänger-Workout

Chest Press (Push-Übung)
2–3 Sätze mit 8–12 Wiederholungen

Latzug (Pull-Übung)
2–3 Sätze mit 8–12 Wiederholungen

Shoulder Press (Push-Übung)
2–3 Sätze mit 8–12 Wiederholungen

Seated Row (Pull-Übung)
2–3 Sätze mit 8–12 Wiederholungen

Das gibt dir:

  • zwei Push-Übungen
  • zwei Pull-Übungen
  • eine einfache Struktur

Tipp vom Trainer: Ergänze Leg Press, Leg Curl und Crunches, wenn du daraus ein Ganzkörper-Workout machen möchtest.

Frau macht Klimmzüge an einem Functional-Training-Rack in einem hellen Fitnessbereich.

Brauchst du als Anfänger einen Push/Pull-Split?

Nein, als Anfänger brauchst du keinen Push/Pull-Split. Dabei trainierst du an einem Tag Push-Übungen und an einem anderen Tag Pull-Übungen.

Zum Beispiel:

  • Tag 1: Push
  • Tag 2: Pull
  • Tag 3: Beine

Das kann sinnvoll sein, wenn du öfter trainierst und bestimmte Muskelgruppen gezielt fokussieren möchtest.

Für die meisten Anfänger funktioniert aber ein einfacher Ganzkörper- oder Oberkörper/Unterkörper-Plan sehr gut. Wenn du Schritt für Schritt lernen möchtest, wie du deine Trainingswoche strukturierst, hilft ein einfacher Trainingsplan, der zu deinem Alltag und deinem Erfahrungslevel passt.

Zum Beispiel:

  • Ganzkörper-Workouts 2–3 Mal pro Woche
  • Oberkörper/Unterkörper-Split 4 Mal pro Woche

Zwei Männer trainieren mit Kurzhanteln neben einem Hantelregal in einem modernen Fitnessstudio.

Häufige Anfängerfehler bei Push- und Pull-Übungen

1. Nur die Übungen machen, die dir gefallen

Die meisten Menschen bevorzugen Übungen, mit denen sie sich schon sicher fühlen.

Wenn du aber nur das machst, was sich leicht anfühlt, werden manche Muskeln mit der Zeit vernachlässigt.

Eine ausgewogene Routine enthält sowohl Push- als auch Pull-Übungen.

2. Zu viele Übungen machen

Mehr Übungen bedeuten nicht automatisch bessere Ergebnisse.

Als Anfänger profitierst du meistens mehr von ein paar sauber ausgeführten Übungen als von einem langen Workout voller zufälliger Bewegungen.

Halte es einfach.

3. Das Workout zu oft wechseln

Wenn du bei jedem Training dein Workout wechselst, wird es schwierig, Fortschritte zu erkennen.

Bleib erstmal bei denselben Grundübungen und konzentriere dich darauf, stärker und sicherer darin zu werden.

4. Die Technik ignorieren

Eine gute Technik hilft dir, die richtigen Muskeln zu trainieren und Bewegungen kontrollierter auszuführen.

Konzentriere dich nicht nur darauf, das Gewicht zu bewegen. Achte auch auf Stabilität, Kontrolle und eine saubere Bewegungsausführung.

Wenn sich bestimmte Übungen noch ungewohnt oder kompliziert anfühlen, kann dir ein Personal Trainer helfen, deine Technik zu verbessern und dich im Gym sicherer zu fühlen.

Frau macht einen Latzug an einer Fitnessmaschine, während andere Mitglieder im Hintergrund trainieren.

Zum Schluss

Push- und Pull-Übungen sind eine einfache Möglichkeit, mehr Struktur in dein Training zu bringen.

Push-Übungen trainieren Muskeln wie Brust, Schultern und Trizeps. Pull-Übungen trainieren Rücken, Bizeps und hintere Schultern.

Die effektivsten Anfänger-Workouts enthalten beide Bewegungsmuster.

Als Anfänger brauchst du keinen komplizierten Push/Pull-Split. Du kannst beide Bewegungsmuster einfach in deine Ganzkörper-Workouts integrieren und darauf aufbauen.

Frag dich beim nächsten Besuch im Gym:

„Habe ich heute mindestens eine Push- und eine Pull-Übung gemacht?“

Wenn die Antwort ja ist, bist du bereits auf dem Weg zu einer ausgewogeneren Trainingsroutine.

Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und ersetzt keine professionelle Beratung. Die individuellen Bedürfnisse können je nach Gesundheit und Erfahrungslevel unterschiedlich sein. Wende dich bei konkreten Fragen an einen Profi.